Stoppschild

Achteckig, rot, ein weißer Rahmen und eine weiße Aufschrift in Großbuchstaben, meistens auf Englisch “stop” – jeder Verkehrsteilnehmer erkennt in jedem Land das Stoppschild, wenn er darauf zufährt. Das Stoppschild, das an Kreuzungen und Einmündungen die Vorfahrt regelt, ist das einzige Verkehrszeichen mit einer weltweiten Einheitlichkeit und Gültigkeit. So verstehen auch ausländische Fahrer das Stoppschild und dessen Funktion ohne Schwierigkeiten. Das Stoppschild in der heute gültigen Form wurde bereits 1968 in fast allen Ländern eingeführt, um die Straßen sicherer zu machen und das Verkehrsrisiko zu minimieren. Das Stoppschild soll an Kreuzungen und Einmündungen Gefährdungen des Straßenverkehrs und Unfällen vorbeugen. Da das Stoppschild eine einzigartige achteckige Form hat, die es von anderen Verkehrszeichen unterscheidet, ist es auch dann einwandfrei zu erkennen, wenn es zum Beispiel verschmutzt oder eingeschneit ist.

Droht ein Bußgeld? Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft.

Bußgeld- und Strafenkatalog

Tatbestand

Bußgeld

Punkte

Zeichen 206 nicht befolgt

10€

-

...mit Sachbeschädigung

80€

1

...mit Gefährdung

70€

1

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Stoppschild missachtet? – diese Strafen drohen

Bild von einem Stopschild

Überfährt man ein Stoppschild ohne zu halten, wird ein Bußgeld von 10€ fällig.

Ein Stoppschild ist schnell überfahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Fahrer langsam in die Kreuzung hineinfährt anstatt anzuhalten oder ob er unaufmerksam ist und das Stoppschild übersieht. Der Bußgeldkatalog bittet den Verkehrssünder zur Kasse: bleibt der Fahrer an der Haltelinie bzw. vor dem Stoppschild nicht stehen, werden 10 Euro  Verwarngeld fällig. Bedeutend tiefer muss der Betroffene in die Tasche greifen, wenn die Missachtung eines Stoppschildes eine Gefährdung oder gar einen Unfall zur Folge hat. Das Bußgeld liegt bei 70 bzw. 85 Euro. In beiden Fällen gibt es zudem einen Eintrag in die Verkehrssünderkartei.

Bußgeldkatalog für Stoppschild

Stoppschild missachtet in der Probezeit

Für Fahranfänger in der Probezeit hat das Überfahren eines Stoppschildes noch weitere Sanktionen zur Folge. Der Gesetzgeber wertet die Missachtung als Stoppschild als ein schwerwiegendes Vergehen, einen sogenannten A-Verstoß. Betroffene müssen nicht nur mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen, sondern auch mit einer Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre und der verpflichtenden Teilnahme an einem Aufbauseminar.

Konsequenzen für die Versicherung

Die Missachtung eines Stoppschildes hat gegebenenfalls auch versicherungstechnische Auswirkungen. Kommt es infolge des Überfahrens eines Stoppschildes zu einem Verkehrsunfall, besteht die Möglichkeit, dass die Versicherung ein grob fahrlässiges Verhalten annimmt. In diesem Fall kann sie die Schadensregulierung verweigern bzw. den Versicherten in Regress nehmen und die Unfallkosten zurückverlangen.

Stoppschild – Vorschriften der StVO

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) definiert das Stoppschild (Zeichen 206) als ein Vorschriftszeichen, das die Vorfahrt an Kreuzungen und Einmündungen regelt. Anlage 2 zu § 41 Abs. 1 StVO bestimmt, dass vor einem Stoppschild anzuhalten und Vorfahrt zu gewähren ist. Dabei gibt es klare Regelungen, wie sich ein Fahrer bei einem Stoppschild zu verhalten hat:

  • das Fahrzeug muss an der Haltelinie oder – falls keine Haltelinie vorhanden – an der Sichtlinie vollständig zum Stehen kommen
  • der Fahrzeugführer muss hier mindestens drei Sekunden anhalten und die Kreuzung einsehen, ob andere Verkehrsteilnehmer auf der Vorfahrtsstraße unterwegs sind
  • ist die Vorfahrtsstraße frei, kann der Fahrer weiterfahren

Die Regelungen gelten allerdings nicht an (eingeschalteten) Ampeln, da Lichtzeichenanlagen grundsätzlich andere Vorfahrtsregeln außer Kraft setzen. Das bedeutet, dass Fahrzeugführer bei „Grün“nicht am Stoppschild halten müssen; ist die Ampel allerdings defekt oder nicht eingeschaltet, gilt dann wieder das Stoppschild.

Darüber hinaus ist es verboten, bis zu 10 Meter vor dem Stoppschild zu halten oder zu parken, wenn es so verdeckt wird. (Anlage 2 zu § 41 Abs. 1 StVO)

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