Abblendlicht

Bei einem Blick auf den Lichtschalter an seinem Fahrzeug weiß mancher Autofahrer nicht auf Anhieb, welche Symbole was bedeuten und welche Beleuchtung am Kfz wann eingeschaltet werden muss. Dabei ist die Beleuchtungseinrichtung eines Fahrzeuges immens wichtig für die Verkehrssicherheit und die meisten Scheinwerfer, wie beispielsweise das Abblendlicht, sind gesetzlich vorgeschrieben. Durch eine eingeschaltete Beleuchtung kann der Fahrzeugführer sowohl das Verkehrsgeschehen als auch andere Verkehrsteilnehmer besser erkennen. Ebenso kann er wiederum selbst von anderen Verkehrsteilnehmern einfacher gesehen werden.

Das Abblendlicht wird am häufigsten genutzt und bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter eingeschaltet. Der Scheinwerfer leuchtet die Fahrbahn aus, ohne dabei den Gegenverkehr zu stark zu blenden. Auf dem Armaturenbrett wird das Abblendlicht durch einen angedeuteten Scheinwerfer symbolisiert mit fünf von oben nach unten führenden Lichtstrahlen an dessen linker Seite. Bei eingeschaltetem Abblendlicht leuchtet das Symbol grün.

Droht ein Bußgeld? Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft.

Abblendlicht: Bußgeldkatalog

Fährt der Fahrzeugführer bei Dunkelheit, schlechtem Wetter oder in einem Tunnel ohne eingeschaltetes Abblendlicht, wird er mit einem Bußgeld zur Kasse gebeten. Dieses fällt – abhängig davon, ob es zu einer Gefährdung oder einem Unfall kommt – unterschiedlich hoch aus. Daneben legt der Bußgeldkatalog Sanktionen für einige weitere Verstöße fest, beispielsweise für bauliche Mängel beim Abblendlicht. Das Bußgeld liegt je nach Vergehen zwischen 10 Und 60 Euro. Auch ein Punkt in Flensburg ist möglich.

Bußgeld- und Strafenkatalog

Tatbestand

Bußgeld

Punkte

Fahrverbot

Fernlicht trotz Forderung der Sichtverhältnisse nicht eingeschaltet

20€

-

-

...mit Gefährdung

25€

-

-

...mit Unfall

35€

-

-

Verschmutzte oder verdreckte Frontscheinwerfer

20€

-

-

...mit Gefährdung

25€

-

-

...mit Unfall

35€

-

-

Zuspätes Abblenden

20€

-

-

...mit Gefährdung

25€

-

-

...mit Unfall

35€

-

-

Fahren mit Fernlicht trotz ausreichender Straßenbelechtung

10€

-

-

...mit Gefährdung

15€

-

-

...mit Unfall

35€

-

-

Missbräuchlicher Einsatz der Lichthupe

10€

-

-

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Gesetzliche Regelungen zum Abblendlicht

Sowohl zum Einbau als auch zur Beleuchtungsreichweite und Beleuchtungsstärke des Abblendlichtes gibt es gesetzliche Vorschriften, die in § 50 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) festgelegt sind. Demnach müssen die Scheinwerfer zwischen 500 und 1.200 mm (also 50 und 120 cm) über der Fahrbahn liegen. Außerdem müssen sie so verbaut sein, dass sie sich nicht versehentlich verstellen.

Die Beleuchtungsreichweite ist abhängig von der Höhe der Scheinwerfer. Sie muss das Hundertfache der Scheinwerferhöhe über dem Boden betragen. Liegt die Höhe zum Beispiel bei 80 cm, ergibt sich eine Leuchtweite von 80 m. Als maximale Beleuchtungsstärke ist 1 lx (Lux) vorgeschrieben.

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Wann wird das Abblendlicht genutzt?

Im Gegensatz zu anderen Beleuchtungen am Fahrzeug wie das Fernlicht oder die Nebelschlussleuchte ist die Nutzung des Abblendlichtes nicht an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Da beispielsweise das Fernlicht extrem hell und weit leuchtet, dürfen Kfz-Fahrer dieses nur einschalten, wenn niemand geblendet wird. Die Nebelschlussleuchte darf nur bei einer Sichtweite unter 50 m genutzt werden. Der Einsatz des Abblendlichts ist jedoch immer erlaubt, weswegen es auch am häufigsten eingeschaltet wird. Bei Dunkelheit, schlechten Wetterverhältnissen, wie Regen oder Nebel, oder im Tunnel muss der Fahrer grundsätzlich das Abblendlicht nutzen.

Was bedeutet asymmetrisches Abblendlicht?

Bei neuwertigen Fahrzeugen leuchtet einer der beiden Abblendlicht-Scheinwerfer stärker, das Abblendlicht ist also asymmetrisch. Bei Rechtsverkehr leuchtet der rechte Scheinwerfer stärker, sodass die rechte Fahrbahnseite stärker ausgeleuchtet wird. Entgegenkommende Kfz werden so zum einen weniger geblendet. Zum anderen können Fahrer von rechts kommende Verkehrsteilnehmer besser sehen.

Abblendlicht statt Tagfahrlicht

Trotz guter Sichtverhältnisse ist ein Fahrzeug nicht immer deutlich zu sehen, beispielsweise wenn der Fahrer auf einer schattigen Straße fährt. Dies birgt mitunter eine erhöhte Unfallgefahr. Durch das Tagfahrlicht kann der Fahrer bzw. sein Fahrzeug jedoch von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden. Allerdings ist das Tagfahrlicht bei Neufahrzeugen erst seit 2011 verpflichtend, sodass ältere Kfz größtenteils nicht mit Tagfahrlicht ausgestattet sind. Für eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr kann der  Fahrer deswegen auch tagsüber das Abblendlicht einschalten. Sofern es die äußeren Umstände nicht erfordern, ist er aber nicht dazu verpflichtet. Eine Ausnahme gilt allerdings für Motorräder und andere Krafträder. Diese müssen auch am Tage das Abblendlicht bzw. Tagfahrlicht einschalten.

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